Amnesty International

Wofür wir stehen, was wir wollen

Im Mai 2011 ist es fünfzig Jahre her, dass der englische Rechtsanwalt Peter Benenson seinen berühmten ‚Appeal for amnesty’ in der Wochenzeitung The Observer veröffentlichte und zu Unterstützung für zwei portugiesische Studenten aufrief, die in Lissabon zur Zeit des Diktators Salazar verhaftet und zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden waren, weil sie auf die Freiheit angesto0en hatten. Dieses Dokument gilt als ‚Gründungsurkunde’ der Gefangenenhilfsorganisation amnesty international, die inzwischen weltweit organisiert ist und sich zum Kampf gegen die Verletzung aller Menschenrechte bekennt, z. B. gegen schwerwiegende Verletzungen der Rechte auf körperliche Unversehrtheit, auf Meinungsfreiheit, auf Freiheit von Diskriminierung, auf ein Leben in Würde.

Dabei stehen für amnesty international nach wie vor vier Prinzipien im Vordergrund:

  • Menschenrechte werden nicht ‚gewährt’, sondern jeder Mensch genießt sie, egal, welchen Geschlechts, Alters oder welcher Hautfarbe er ist.
  • Menschenrechte sind unteilbar. Poltische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte können nicht gegeneinander ausgespielt werden, sie sind eng miteinander verbunden und bedingen einander.
  • Es gibt keine ‚christlichen’ oder ‚islamischen’ Menschenrechte, keine für Bürger von Industriestaaten oder Entwicklungsländern. Sie gelten überall auf der Welt gleich.
  • Menschenrechte sind unverfügbar. Kein Mensch kann, durch welche Handlung auch immer, seine Menschenrechte verlieren. Sie mögen durch Menschenrechte anderer beschränkt sein, aber in ihrem Kern dürfen sie nicht angetastet werden.

Das wissen viele Menschen nicht. Und viele Menschen machen sich auch keine Gedanken darüber, welche Rechte zu den Menschenrechten zählen und wo sie verletzt werden. Auch in Europa, auch in Deutschland.
Wir, die Mitglieder der amnesty-Schülergruppe am RSG, setzen uns dafür ein, zunächst mal unsere Mitschülerinnen und Mitschüler darüber zu informieren, was Menschenrechte sind und wie und wo sie verletzt werden. Unsere Arbeitsgemeinschaft hat sich in den letzten Jahren u. a. mit Projekten zu dem Themen Gewalt gegen Frauen, Kindersoldaten, Diskriminierung von Homosexuellen und Todesstrafe beschäftigt. Dazu haben wir und unsere Vorgänger Ausstellungen organisiert oder in Klassen Diskussionen in Gang gesetzt. Außerdem sammeln wir regelmäßig Unterschriften zu ‚Briefen gegen das Vergessen’ an Politiker in Ländern, in denen wir beispielhaft zur Beendigung von Verstößen gegen die Menschenrechte namentlich bekannter Personen aufrufen.
Zurzeit arbeiten wir an einer Ausstellung und einem ‚Event’ zum Thema Zensur gegen kritische Texte von Sängern und Musikern.
Wir – das sind zur Zeit

Alicia Breuking 8e               Katharina Wehmeier 8e
Victoria Rzepczyk 8e           Karolina Timoschadtschenko 8e
Anne Wallrabe 9d                Larissa Sprenger 9d
Betül Gülec 9d                   Marie Militzer 8e
Luisa Heerde 12                  Veronika Demyrkina 9d

 

(Teilnehmer der Amnesty-Schülergruppe)

Wir könnten noch mehr sein. Wenn Du Interesse hast bei uns mitzumachen – in diesem Schuljahr treffen wir uns jeden Mittwoch in der 7. Stunde in der Küche. Und betreuender Lehrer ist Herr Kreilos.

Luisa Heerde 12                  Veronika Demyrkina 9d