Schulpartnerschaften

Austausch England

Das Reinoldus und Schiller-Gymnasium konnte im Schuljahr 2009  den lange ersehnten Austausch mit unserer Partnerschule Clacton Coastal Academy in Clacton-on-Sea zum ersten Mal realisieren, nachdem wir seit einigen Jahren versucht hatten, einen Austausch mit einer englischen Schule auf den Weg zu bringen. Wir möchten, dass dieser Einstieg in den Austausch ein Erfolg bleibt, der eine langjährige Partnerschaft zwischen unseren Schulen ermöglicht. Wir suchen Schülerinnen und Schüler, die gerne Briefe schreiben, sich erst einmal dem englischen Partner vorstellen, dann den Kontakt aufrechterhalten und schließlich nach Clacton in England reisen, sowie dann die englische Freundin / den englischen Freund bei sich daheim aufnehmen werden. In England läuft die Abfrage dann zeitgleich. Leider haben wir aber nicht unbegrenzt Briefpartner und Familien, die unsere Kinder aufnehmen oder ihre Kinder sich zu schicken trauen. Deshalb müssen wir eine Auswahl vornehmen, die auch davon abhängig gemacht wird, wie gut die Kinder aufgrund ihrer Hobbies zusammen passen. D. Kreitz-Dammer u. St. Schäfer

Austausch Ungarn

Der Austausch mit Ungarn besteht seit nun mehr als 20 Jahren. Er ist in Gang gekommen als Partnerschaft der Schulchöre an beiden Schulen, die sich anlässlich eines internationalen Chorfestivals in Belgien kennen gelernt hatten, und wurde dann zu einer allgemeinen Schulpartnerschaft ausgeweitet.

Unsere Partnerschule ist das Széchenyi István – Gimnázium in Dunaújváros, etwa 60 km südlich von Budapest an der Donau gelegen. Die Schülerinnen und Schüler aus Dunaujvaros besuchen uns jedes Jahr, wenn möglich, Ende Mai oder Anfang Juni. Es werden bereits jetzt Gastgeberfamilien für das kommende Jahr gesucht. Interessierte Eltern und Schülerinnen und Schüler melden sich bitte bei Frau Waldeck (waldeckrsg@googlemail.com).

Der Gegenbesuch findet meist in der Woche vor den Herbstferien statt. Die Teilnahme ist für Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen (ab Klasse 6-EF) möglich. Bisher erfolgte die Anreise per Bus, in diesem Jahr sind wir aber zum ersten Mal von Dortmund aus geflogen und wurden dann in Budapest am Flughafen von dem ungarischen Bus abgeholt. Da diese Art der Anreise nicht nur bequemer und sicherer ist, sondern zudem auch noch günstiger ausfällt, wollen wir, wenn möglich, diese Form auch für die kommenden Jahre bevorzugen.

Unsere Schülerinnen und Schüler werden für die Dauer des Aufenthalts in den Familien ungarischer Schüler untergebracht. Letztere sind in der Regel etwa gleich alt und nach Möglichkeit gleichen Geschlechts

Es erwartet uns jedes Jahr ein tolles und abwechslungsreiches Programm (das diesjährige Programm als Beispiel LINK), die ungarischen Kolleginnen und Kollegen bereiten jedes Mal auch tollen Unterricht vor, in den unsere Schülerinnen und Schüler integriert werden und planen auch andere außergewöhnliche Aktivitäten – so haben wir zum Beispiel an dem Straßenlauf in Dunaujvaros teilgenommen. Alle weiteren Impressionen finden Sie in der Fotogalerie.

Immer wieder entwickeln sich aus Austausch-Partnerschaften persönliche Freundschaften, die oft über Jahre hinweg halten, z. T. mit gegenseitigen privaten Besuchen in den Ferien.

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Austausch China

Einmal China und zurück – Das RSG auf einer ver-rückten Reise ins Land der Mitte

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„Herzlich Willkommen die Delegation des Reinoldus- und Schiller-Gymnasiums aus Dortmund Deutschland”! – Für einen Moment sprachlos blicken die 17 Schüler und Schülerinnen sowie ihre Betreuer zu dem mehr als 10 Meter langen roten Banner empor: Mit einem solchen Empfang an der Xi’An Fanyi-Universität mitten im Land der Mitte hatten sie sicher nicht gerechnet. Bald schon erregen die zahlreichen LED-Laufschriften, die immer wieder die Freude der chinesischen Freunde über die Ankunft des RSG beteuern, allerdings kaum noch Aufmerksamkeit: Zu zahlreich sind die Eindrücke, die in diesen Herbstferien bewältigt werden müssen und so manches Weltbild im wahrsten Sinne des Wortes ver-rücken.

Mit dem Nachtzug war die Gruppe aus Peking angereist: Zwölf Stunden verbrachten die Schülerinnen und Schüler in 6-Bett-Abteilen der ‚harten‘ Klasse, die zunächst rochen wie ein Besuch im chinesischen Restaurant, und sich dann anfühlten wie eine rasante Fahrt mit der Achterbahn – nur im Dunkeln.

Fünf Tage schon, seit dem Beginn der Herbstferien, ist die Gruppe, zu der u. a. auch Frau Neuser, die Schulleiterin des RSG, gehört, unter Leitung von Mechthild Rodegro und in Kooperation mit der Auslandsgesellschaft NRW, bereits unterwegs. Mit dabei waren Schülerinnen aus der 9a (Ronja Bergmann, Cecilia Heinrich, Klara Kremer, Jessica und Janina Preyss), Julius Senkel aus der 9d, Schüler und Schülerinnen aus der EF (Kira Fandrich, Annika Bohm, Mavin Neumann, Meret Grontzki, Tim Lenfers, Annina Hill und Lina Föbinger) sowie Ebru und Hakan Tastan, Johannes Kellner und Joshua Entrop (bereits zum 2. Mal) aus der Q2. Als Begleiter fuhren diesmal außerdem Frau Genau, eine unserer Referendarinnen, Frau Dietzler, Frau Heinrich mit ihrem Mann Herrn Dr. Stöcker, Frau Dr. Sieverding mit ihrem Mann Herrn Schramm, Herr Kroll, der Mann von Frau Kroll-Warnebier sowie eine Mutter, Frau Föbinger, mit.

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Den Auftakt bildete die chinesische Hauptstadt, die mit tanzenden und in allen öffentlichen Räumen zu jeder Zeit Sport treibenden Rentnern, Bauten längst vergangener Dynastien und einem Gänsehaut-Gefühl in der Verbotenen Stadt und auf dem Platz des Himmlischen Friedens beeindruckte. Zugleich erschreckten aber die nahezu apokalyptisch anmutenden Stadtansichten, die die von einer bleichen Sonne beschienenen Wolkenkratzer im Smog nur noch erahnen ließen. Der Aufstieg auf die große Mauer mit ihrem grandiosen Blick auf die unendlichen Weiten der chinesischen Berge ließ das Thema Umweltverschmutzung nur kurz vergessen.

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Zwischen staccatoartig aufeinander folgenden Besichtigungen – Himmelstempel, Tien An Men Platz, Kaiserpalast, Sommerpalast, Wangfujing, Große Mauer, Lama Tempel, Konfuzius Tempel – bleibt aber wenig Zeit, politische oder andere schwerwiegende Probleme zu wälzen. Konkretere Fragen beschäftigen die Gruppe: Sind Hühnerfüße wirklich nahrhaft? – Die Erklärung, dass sie zum Sportfleisch gehören, also zu dem Teil des Tieres, der Sport treibt (wie auch der Schwanz, der Flügel, der Hals, der Kopf??) – überzeugt die Dortmunder nicht wirklich. Ebenso befremdlich erscheinen die zahlreichen Insekten und Krabbeltiere, die auf der Straße wie Süßigkeiten feilgeboten werden. Und wie lassen sich Baozi mit Stäbchen essen? – Die wirklich schmackhaften gedämpften Teigtaschen mit Füllung widersetzen sich allen bisher erworbenen Stäbchenkünsten und ein bisschen befremdet beobachten einzelne Lehrerinnen und Schüler nach dem Essen, wie die Chinesen am Nachbartisch einen Löffel benutzen, was Frau Rodegro ihren Schützlingen doch streng verboten hatte…

In Xian, der Partnerstadt Dortmunds, sind diese Fragen schnell vergessen. Beim Besuch der Terrakotta-Armee beeindrucken die die Gruppe ab jetzt begleitenden fünf chinesischen Studenten durch ihr breitgefächertes Allgemeinwissen und die deutsche Reisegruppe wird nahezu von der ersten Minute an okkupiert, um dieses zu erweitern. Auf dem Campus angekommen kann keiner gleichzeitig die Fragen von 10 Chinesen beantworten und dabei noch für zahllose Handy-Fotos posieren. Die Schüler und Schülerinnen des RSG gehen aber ganz in ihrer Rolle auf und genießen den Trubel. Die Gruppe findet sich plötzlich in einem auf Chinesisch gehaltenen Sozialkunde-Unterricht wieder; Frau Genau und Fr. Dr. Sieverding geben selbst ein wenig Deutsch-Unterricht; ein chinesischer Student mit dem obligatorisch internationalisierten Namen revanchiert sich mit ‚Nicks chinesischem Wortschatzunterricht‘, bei dem die chinesischen Zahlen gelernt werden und ‚Dro Chonosen mot dom Kontroboss‘ gesungen wird.

Die Studenten zeigen den Schülern stolz ihren hochmodernen Campus und weniger stolz ihre in ‚boys‘ und ‚girls‘ getrennten Wohnheime, in denen sie zu sechst auf einem Zimmer hausen, die nur zu bestimmten Tageszeiten betreten werden dürfen, ein Gemeinschaftsklo auf dem Gang haben und den Bewohnern immer wieder den ewigen Kreislauf des Lernens vor Augen führen: ‚NO PAINS – NO GAINS‘ steht als Motto an der Wand im Eingangsbereich des Mädchen-Wohnheims. Die Dortmunder können kaum fassen, unter welchen Bedingungen hier ‚Schule‘ gemacht wird.

Die Tage gehen schnell vorbei. Ein deutscher Lehrer, den es mehr oder weniger zufällig hierher verschlagen hat, gewährt den Dortmundern interessante Einblicke in das Leben eines Ausländers in China, die Studenten organisieren noch eine Geburtstags- und Abschiedsfeier mit einer riesigen Schokotorte und schon rückt der Abschied näher. Vor der Abreise werden allerdings noch die Gastgeschenke übergeben: Für jeden der studentischen Begleiter haben die Schüler und Schülerinnen des RSG einen BVB-Schal mitgebracht. Im Hörsaal versichern sich Chinesen und Deutsche ihrer gemeinsamen Dortmund-Liebe, ein rührendes Bild, das an die Südtribüne im Signal-Iduna-Park erinnert. Nicht nur eine Studentin wäre gern in einen deutschen Koffer geklettert – klein genug sind sie ja. Die Stimmung bei der Abfahrt ist ein wenig bedrückt.

Es geht weiter. In ‚kleinere‘ Städte, nur noch 7-8 Millionen Einwohner, für die Gruppe mittlerweile nichts Besonderes mehr. Louyang: die Longmen Grotten, das Shaolin-Kloster; Suzhou: Der Garten des bescheidenen Beamten, Bootsfahrt auf dem Kaiserkanal; eine Rikscha-Fahrt durch das Altstadt-Viertel ist nicht nur halsbrecherisch, sondern bietet Eindrücke in das alltägliche Leben auf Chinas Straßen. Nahrungsmittel- und Tiermärkte sind nicht für jeden Magen etwas, vor allem, wenn man sie eigentlich kaum voneinander unterscheiden kann und am Ende tun den Schülerinnen sogar die Heuschrecken leid, die als Spieluhren verwendet werden …

Was kann jetzt noch kommen? – Shanghai. Eine der größten Städte der Welt und so präsentiert sie sich auch. Es liegt nicht nur am Smog, dass die Skyline einem den Atem nimmt. Vom Shanghai World Financial Center, dem sogenannten Flaschenöffner, dem dritthöchsten Gebäude der Welt, der höchsten Aussichtsplattform für Touristen, bietet sich ein unvergesslicher Anblick auf die gleichsam frei schwebenden Fensterputzer im 100. Stockwerk. Am Abend zieht es die Gruppe noch einmal an den Bund, die herrschaftliche Hafenmeile, es geht um nichts Geringeres als um das nun wirklich obligatorische Gruppenfoto vor der Skyline von Pudong. Mit dem mittlerweile schlafwandlerisch sicher eingespielten Team ist es zwar ein Erlebnis, aber kein Problem mehr, die RSG’ler mit der U-Bahn sicher zum Hotel zurückzubringen.

Die Herbstferien sind vorbei und damit auch diese grandiose Schulfahrt von Dortmund Deutschland nach Peking, Xian, Louyang, Suzhou, Shanghai China. Die Schülerinnen und Schüler haben bei dieser Fahrt vermutlich so viel gelernt wie in einem ganzen Schuljahr nicht und für ihre Begleiter dürfte das Gleiche gelten.

Text: Dr. Judith Sieverding Fotos: Volker Schramm

Weitere Fotos unter China-Bilder

Kooperationsvertrag mit RC-Hansa unterschrieben

Bei strahlendem Wetter wurde am Dortmund-Ems-Kanal ein offizieller Kooperationsvertrag zwischen dem RC-Hansa Dortmund und unserer Schule unterschrieben. In dem Vertrag werden verbindliche Absprachen zwischen Schule und Verein getroffen. Es wird beispielsweise die Nutzung des Bootsmaterials und der Räumlichkeiten geregelt.

Durch den Vertrag wird der Rudersport am Reinoldus- und Schiller-Gymnasium weiter gestärkt. Nachdem wir nun schon seit längerem Partnerschule des Ruderleistungssports sind, wird durch den Vertrag nun auch der breitensportliche Bereich des Ruderns offiziell geregelt. Somit sind wir dem Ziel, einer möglichst großen Anzahl von Schülern einen Zugang zum Rudersport zu ermöglichen, einen großen Schritt näher gekommen.

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