Informatik

Herzlich Willkommen bei der Fachschaft Informatik!

Was ist überhaupt Informatik?

Allgemeine Informationen

Das Fach Informatik wird am RSG sowohl in der Mittelstufe (Differenzierungsbereich 8 und 9) als auch im Bereich der Oberstufe (Jahrgangsstufen EF, Q1 und Q2) angeboten. Somit kann Informatik am RSG als Abiturfach gewählt werden, bei ausreichenden Kurswahlen sogar als Leistungskurs. Darüber hinaus existierte bis vor kurzem ein (unregelmäßiges) Angebot einer Computer-AG im Bereich der Sekundarstufe I.

Der Unterricht in Informatik orientiert sich an den fachspezifischen Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen. Übergeordnetes Prinzip des Faches ist am RSG die Einführung und Vertiefung der objektorientierten Sichtweise, einem grundlegenden und modernen Prinzip der heutigen Informatik. Insofern stellt der Informatikunterricht keine reine Anwenderschulung (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, usw.) dar, sondern verzahnt – insbesondere in der Sekundarstufe I – die Heranführung an derartige Software mit der Vermittlung von Wissen zur Funktionsweise von Informatiksystemen. Dazu zählt auch der verantwortungsvolle Umgang mit sowie Chancen und Risiken des Einsatzes von Informationstechnologie.

Die Vorgehensweise im Informatikunterricht am RSG ist entsprechend der Arbeit in der Wirtschaft geprägt durch Partner-, Gruppen- und Projektarbeiten, somit schüleraktivierend und handlungsorientiert.

Schülerinnen und Schüler, die das Fach Informatik wählen möchten, sollten sich bewusst sein, dass es sich dabei nicht um einen reinen Programmierkurs handelt. Außerdem: Der mathematische Anteil ist im Fach Informatik grundsätzlich hoch.

Sekundarstufe I (Differenzierungsbereich 8/9)

Jahrgangsstufe 8 – 1. Halbjahr: Umgang mit/Funktionsweise von Software – Vektorgrafiken, Textverarbeitung

Im Bereich der Sekundarstufe I (Mittelstufe) ist das Fach Informatik gemäß Lehrplan nicht nur zeitlich, sondern auch thematisch in vier verschiedene Halbjahre zu gliedern. Am RSG wurden dafür folgende Festlegungen getroffen:

Die Schülerinnen und Schüler erlernen den Umgang mit und die Funktionsweise von Standardsoftware kennen. Den Start bildet i.d.R. der Umgang mit einem einfachen Programm zur Erstellung von Vektorgrafiken. Mit didaktisch gestalteten Werkzeugen wie Object-Draw und EOS (Einfache objektorientierte Sprache) entwickeln die Schülerinnen und Schüler dabei einen Zugang zu typischen Inhalten und Denkweisen des Faches Informatik: Sie erlernen eine erste – stark reduzierte – Programmiersprache, mittels der sie Grafiken auf dem Bildschirm erstellen und diese manipulieren bzw. animieren können. Grundlegende programmiersprachliche Bestandteile wie Schleifen und Verzweigungen werden ebenso eingeführt wie das Prinzip der schrittweisen Verfeinerung.

Im zweiten Quartal des 1. Halbjahres baut der Informatikunterricht auf die gerade erworbenen Kenntnisse auf und vermittelt den Umgang mit einem Textverarbeitungssystem (z.B. dem kostenlosen OpenOffice.org Writer) in objektorientierter Sichtweise. Im Detail wird der professionelle Umgang mit Textverarbeitungen (bis hin zu Serienbriefen), der strukturierte Aufbau von Texten und sogar die programmgesteuerte Generierung von Texten (z.B. mittels Ponto) thematisiert.

Jahrgangsstufe 8 – 2. Halbjahr: Umgang mit/Funktionsweise von Software – Tabellenkalkulation und Datenbanken

Zunächst werden die Schülerinnen und Schüler an die ihnen häufig zu noch wenig bekannte Software Tabellenkalkulation und deren Anwendungsmöglichkeiten (Übersichtliche Ausführung von Rechnungen, Lösung von mathematisch orientierten Aufgaben aus anderen Fächern, usw.) herangeführt. Neben dem Erwerb von anwendungsbezogenem Wissen (Zellbezüge, Formeln, Dateneingabe, Formatierungen, usw.) erfolgt dabei ein Kontakt mit weiteren typischen Vorgehensweisen, Konzepten und Problemstellungen der Informatik (Datentypen, funktionale Modellierung, Datenflussdiagramme, logische Operationen, usw.).

Schließlich dienen größere Tabellen als Ausgangspunkt für die Betrachtung eines Datenbanksystems inkl. einfacher SQL-Abfragen, Entity-Relationship-Modell und Normalisierung. Die bis zu diesem Zeitpunkt erworbenen Kenntnisse (Verzweigungen, Datentypen, Grundlagen der Objektorientierung) werden in diesem Rahmen wiederholt und vertieft. In der Regel findet in diesem 2. Halbjahr ein größeres Projekt statt, in welches das bisher Erlernte einfließt. Zumeist kann das Projekt von den Schülerinnen und Schülern aktiv mitgestaltet werden.

Jahrgangsstufe 9 – 1. Halbjahr: Funktionsweise von Hardware/Prozessdatenverarbeitung

Dieser Abschnitt des Informatikunterrichts ist am RSG zur Zeit durch den Einsatz unserer Lego® NXT-Roboter gekennzeichnet, die uns freundlicherweise und in ausreichend großer Zahl von unserem Förderverein zur Verfügung gestellt wurden. Die Unterrichtsreihe kann in eine Thematisierung von Grundlagen der Digitaltechnik münden (Boolesche Algebra, logische Gatter, Diodenmatrizen, Zahlensysteme, usw.).

Jahrgangsstufe 9 – 2. Halbjahr: Softwareprojekte (in einer höheren Programmiersprache)

Um dem vielfachen Wunsch von Schülerinnen und Schülern zu entsprechen sowie im Sinne einer Vorbereitung auf das Fach Informatik in der Oberstufe, werden im letzten Halbjahr des Differenzierungsbereichs erste Softwareprojekte realisiert. Die Umsetzung erfolgt in einer einfachen objektbasierten oder -orientierten Programmiersprache (etwa JavaScript, Python) und ggf. unter Zuhilfenahme eines auf das Alter der Lernenden ausgerichteten Werkzeugs zum Erwerb von Programmiererfahrung (etwa Alice, Greenfoot, WontoML, etc.)

Sekundarstufe II (Oberstufe/Abitur)

Die derzeitige Ausgestaltung des Faches Informatik in der Sekundarstufe II orientiert sich auch am RSG notwendigerweise an den Vorgaben des Zentralabiturs NRW. Allerdings können zusätzliche Themen jederzeit einfließen, wo es sinnvoll erscheint (z.B. Thematisierung von Heapsort im Zusammenhang mit Baumstrukturen). Die folgende Auflistung an Themen ist ausgerichtet auf den Abiturjahrgang 2012.
Mehr noch als in der Sekundarstufe I setzt der Informatikunterricht in der Sekundarstufe II auf die Eigenständigkeit und Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler, indem diese ihren Lernprozess selbst steuern und größtenteils in Kleingruppen gemeinsam die Lösung eines dargestellten Problems erarbeiten.

Die am RSG eingesetzte Programmiersprache für die Sekundarstufe II ist zur Zeit Java.

Jahrgangsstufe EF (Einführungsphase)

Im Mittelpunkt der Jahrgangsstufe 10 steht zunächst das „Kennenlernen von Fachinhalten und informatikspezifischen Methoden an Beispielen, die an Erfahrungen und Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler anknüpfen“ (Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II – Gymnasium/Gesamtschule in NRW – Informatik, S. 24). Konkret bedeutet dies am RSG eine umfassende Heranführung an die grundlegenden Konzepte der objektorientierten Programmierung. Zum Einsatz kommt dabei zur Zeit als Orientierung für den Unterricht das „Ebook“  Informatik mit BlueJ – Ein Kurs für die Jahrgangsstufe EF von Herrn Ulrich Helmich (Söderblom-Gymnasium, Espelkamp). Auf die Verwendung einer didaktisch gestalteten Schnittstelle (z.B. „Stifte und Mäuse“) wird bewusst verzichtet.

Idealerweise kann auf bereits in der Sekundarstufe I vermittelte Kenntnisse zur Objektorientierung zurück gegriffen werden – jedoch ist für Schülerinnen und Schüler an dieser Stelle auch problemlos ein Neueinstieg in das Fach Informatik möglich.

Jahrgangsstufen Q1 und Q2 (Qualifikationsphase)

Der Unterricht orientiert sich an den Vorgaben zu den schriftlichen Prüfungen im Abitur des Faches Informatik sowie dem Lehrplan Informatik für die Sekundarstufe II. Das ohnehin optionale Thema „Datenbanken“ wird am RSG bereits in Jahrgangsstufe 9 vermittelt und daher in der Oberstufe nicht erneut unterrichtet.

Da die genauen Vorgaben von Jahr zu Jahr leicht variieren, können zum Oberstufenbereich keine exakten Angaben gemacht werden.

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