Französisch

Die Fachschaft Französisch stellt sich vor

(von links nach rechts:) Frau Wohlthat, Frau Kreitz-Dammer, Herr Schäfer, Frau Gockel, Frau Schulte, Frau Staege, die Dame vom France Mobil, Frau Khan


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Französisch als 2. Fremdsprache. Warum?

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

Für alle Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 stellt sich die Frage, warum sie am Ende der Jgst. 5 Französisch wählen sollen. Ich möchte euch und Ihnen Gründe darlegen, die die Wahl erleichtern.

Französisch ist eine lebende, moderne gesprochene Fremdsprache und wird nach denselben Prinzipien gelernt und gelehrt wie das Englische: Man hört, spricht, liest und schreibt, Fertigkeiten also, die uns aus dem Englischen vertraut sind. Diese Art des Lernens trägt den Bedürfnissen und Fähigkeiten jüngerer Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise Rechnung, da aus entwicklungspsychologischer Sicht in jüngeren Jahren vor allem durch das Nachahmen von Lexemen und Strukturen gelernt wird.

Das Besondere am Französischen ist sicherlich seine Aussprache und Satzmelodie, die durch das Nachsprechen besonders effektiv erlernt werden können. Es kennt wie das Englische keine rein grammatische Progression, sondern auch eine kommunikative, die uns hilft am Verständigungsprozess in Europa aktiver teilzunehmen. Das Französische spielt nämlich im europäischen Kontext eine entscheidende Rolle: Sie ist eine der offiziellen EU-Sprachen und auch auf der Liste der Weltsprachen steht das Französische zur Zeit an achter Stelle und wird von ca. 160 Millionen Menschen in mehr als 40 Staaten als Mutter- oder Verkehrssprache gesprochen. In den ehemaligen französischen und belgischen Kolonien, in vielen afrikanischen Ländern, in Kanada sowie in den überseeischen Gebieten und Départements Frankreichs, in den USA von einer frankophonen Minderheit in Lousiana und in Europa in Teilen der Schweiz, Belgien und Luxemburg spricht man Französisch.

Es ist aber auch Diplomatensprache und internationale Sprache des Postwesens. Wer Französisch spricht, kennt bereits die Grundgrammatiken und weite Wortschatzbereiche anderer romanischer Sprachen (Spanisch, Italienisch und Portugiesisch).

Das Erlernen lebender Fremdsprachen schafft universelle Lernkompetenzen, die euch eine sehr gute Basis für das Erlernen weiterer Sprachen bieten. Interessant ist auch, dass es zwischen dem Französischen, dem Spanischen und Italienischen weitaus mehr Parallelen bestehen als zwischen anderen Sprachen, so finden sich also mehr Gemeinsamkeiten zwischen Spanisch und Französisch als zwischen Latein und Spanisch. Die romanischen Sprachen fungieren füreinander also auch als Brückensprachen.

Französisch ist aber auch die Sprache unseres wichtigsten Partners in Politik und Handel. Das deutsch- französische Handelsvolumen ist größer als das zwischen Deutschland und den USA. Ferner sind Frankreich und Deutschland im Partnerland mit vielen großen und mittelständischen Unternehmen und Arbeitsplätzen präsent. Französisch verbessert also somit auch die Berufschancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Viele Untersuchungen bestätigen, dass Englisch als Fremdsprache auf dem Arbeitsmarkt als Qualifikation unabdingbar ist. Dazu gehört aber eben auch Französisch, denn gerade in den Wissenschaften ist Französisch neben Englisch die am meisten nachgefragte Fremdsprache. Dies betrifft u. a. die Volks -und Betriebswirtschaft, Jura, Kunst, Philosophie und Geschichte.

Deutsche und französische Universitäten bieten zunehmend integrierte Studiengänge an, die einen berufsqualifizierenden Abschluss für den französischen und deutschen Arbeitsmarkt vermitteln, und zwar in vielen Bereichen, von den Ingenieurwissenschaften bis hin zu den Rechtswissenschaften.

Fassen wir die Besonderheiten des Französischunterrichts noch einmal zusammen:

  • Französisch vermittelt Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind und die uns helfen, andere moderne romanische Fremdsprachen zu erlernen.
  • Der Französischunterricht ist ein über die reine Sprachvermittlung hinausgehendes Projekt, in dem die Öffnung auf einen anderen Kulturkreis gewährleistet wird. Seinen Nachbarn zu verstehen heißt seine Sprache zu kennen.
  • Er bereitet auf außerschulische Realsituationen vor und hilft diese gut zu bewältigen. (Frankreich ist nur wenige Autostunden von uns entfernt).

Daraus ergibt sich, dass der Erwerb differenzierter Französisch- und Frankreichkenntnisse für die internationale Kommunikation und für ein vorurteilfreies Miteinander unabdingbar ist. Dabei lernt man Französisch besonders effektiv, wenn man in jungen Jahren damit beginnt. Die Frage, ob Französisch nun eine schwierige Sprache ist, lässt sich nicht eindeutig beantworten. Sie stellt sicherlich hinsichtlich der Grammatik größere Anforderungen als das Englische, aber wenige als das Lateinische. Aussprache und Rechtschreibung erscheinen zunächst komplizierter, da man die Wörter anders schreibt als man sie spricht. Sie folgen aber alles in allem logischen und überschaubaren Regeln, mit denen man mit Übung, und dies sicher noch intensiver als im Englischen, vertraut wird. Bezüglich des Satzbaus und des Wortschatzes bestehen oft Ähnlichkeiten mit dem Englischen und Deutschen, was das Erlernen erleichtert.

Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern viele neue Einsichten und Freude am Französischunterricht und möchte meine Überlegungen in Abwandlung des berühmten Descartes-Zitates schließen:‚, Je parle une, deux, trois….langues, donc je suis’’

3. Oktober 2015

Stefan Schäfer, Fachvorsitzender Französisch