Kunst

Herzlich Willkommen bei der Fachschaft Kunst!

Hier stellen wir Ihnen die Lerninhalte des Fachs geeordnet nach Jahrgangsstufen vor.

Erprobungsstufe

Folgende Unterrichtsvorhaben wurden von der Fachkonferenz Kunst gemeinsam beschlossen und auf der Grundlage der kompetenzorientierten Lehrpläne für das Fach Kunst entwickelt. Diese Unterrichtsvorhaben basieren auf konkreten Kompetenzerwartungen, welche ihrerseits unterschiedliche  Prozesse (Kompetenzbereiche) und Gegenstände (Inhaltsfelder) zusammenführen und die fachlichen Anforderungen und intendierten Lernergebnisse, die bis zum Ende der Erprobungsstufe erreicht werden sollen, beschreiben. Die Inhaltsfelder beziehen sich auf die Aspekte Farbe, Form und Material der Bildgestaltung einerseits sowie die Strategien und personalen bzw. soziokulturellen Bedingungen unterschiedlicher Bildkonzepte andererseits.

E R P R O B U N G S S T U F E

Klasse 5

Klasse 6

U N T E R R I C H T S V O R H A B E N

Selbstvorstellung (als Collage) Farbfamilien und Farbkontraste
Farbe und Farbordnung Unsichtbares sichtbar machen
Grafische Strukturen – malerisch / linear Der Traum vom Fliegen – Drahtplastik
Figürliche Plastik aus Pappmaché Laubsägearbeiten (Teilform / Gesamtform)
Parallelperspektive (3D-Schrift/ Körper) Linolschnitt
Materialdruck Erweiterte Darstellung von Körpern im Raum

Aufgrund der personellen Situation wird das Fach Kunst derzeit nicht in Klasse 6 unterrichtet. Vor diesem Hintergrund kann es ggf. zur Verschiebung einzelner Unterrichtsvorhaben kommen, insbesondere dann, wenn sich abzeichnet, dass auch in den folgenden Schuljahren der Kunstunterricht in einer der beiden Jahrgangsstufen gestrichen wird.

Klasse 8

Die Unterrichtsvorhaben fokussieren insbesondere die plastische Darstellung von Körpern und die Erarbeitung der Kriterien zur Erzeugung einer Raumillusion auf der Fläche. Die mit x versehenen Vorhaben haben Vorrang. Je nach Arbeitstempo und Lerndisziplin der Klasse können z. T. auch die anderen Vorhaben umgesetzt werden.

                                      U N T E R R I C H T S V O R H A B E N
x Drunter und Drüber elementare Übungen zur zeichnerischen Darstellung von Plastizität (Kreuzungen, Vorne – Hinten, von vorn nach hinten, flach –   rund)
x Medusa Farbmodulation zur Darstellung von Plastizität
x Mahlzeit Herstellung von „Lebensmitteln“ aus Ton sowie Bemalung (Acryl und Lack) und fotografische Inszenierung
  Metamorphose schrittweise zeichnerische Darstellung der Verwandlung eines Gegenstandes
  ICH – DU – WIR Selbstinszenierung
  Linolschnitt Möglichkeiten der Darstellung von BewegungoderPrinzip: Verlorene Platte (mehrfarbiger Druck)

„Mein persönliches   Vorbild“

großformatiges Papierrelief (auf Styroporplatte) mit anschließender farbiger Gestaltung

x

Den Durchblick haben   –

Eroberung des Raumes

  •   Grundlagen der Parallel- und Fluchtpunktperspektive
  •   Farbe und Raumwirkung (Luft- und Farbperspektive)

Hinweise zur Leistungsbewertung Die jeweiligen auf ein Unterrichtsvorhaben bezogenen Beurteilungskriterien leiten sich aus den zugeordneten Kompetenzen ab und berücksichtigen die Lerngruppe, deren Lernprozess und Lernprogression sowie die SOMI-Noten-Kriterien und die Gestaltungs- und Aufgabenkriterien. Beurteilungskriterien für die Leistungen im Kunstunterricht (SOMI) A. (mündliche) Mitarbeit

  • Arbeitshaltung (Aufmerksamkeit, Anteilnahme, Interesse)
  • Mündliche Beteiligung in Qualität und Kontinuität
  • Bereitschaft und Fähigkeit zur Kommunikation
  • Einbringung in die Lerngruppe
  • Arbeit in Kleingruppen
  • Präsentation von Produkten/ Ergebnissen

B. Prozess

  • Arbeitsverhalten, Arbeitsintensität, Arbeitsaufwand, Kontinuität
  • ideelle und materielle Vorbereitung
  • Selbstständigkeit/Eigenständigkeit
  • Bereitschaft zum Experimentieren und Erproben
  • Anwendung von Gelerntem (auch in neuen Zusammenhängen)
  • instrumentelle, motorische und handwerkliche Fertigkeiten
  • Reflexivität (Selbsteinschätzung, Selbstveurteilungsvermögen)
  • Kritikfähigkeiten (Geben und Nehmen von konstruktiver Kritik)
  • Prozessdokumentation in Wort und Bild

Das Kunstheft wird als ein Teil der Prozessorientierung regelmäßig überprüft und angemessen in die Bewertung einfließen. C. Produkt

  • Gestaltung (Komplexität, Originalität, Kreativität, kriteriengerechte Ausführung)
  • Technik (sachgerechter Einsatz von Materialien und Techniken)
  • Sorgfalt
  • Vielfalt

Gestalterisch-ästhetische Produkte, die aus einem derartigen prozessorientierten, kommunikativen Austausch erwachsen, sind mit entsprechendem Gewicht in die Bewertung der Gesamtnote einzubeziehen. Für gestaltungspraktische Aufgaben werden jeweils detaillierte, spezifische Gestaltungs- und Beurteilungskriterien erstellt. Praktische Gestaltungsarbeiten sind in der Schule im Laufe des Unterrichts anzufertigen und dürfen nur in Ausnahmefällen nach Absprache mit dem Fachlehrer mit nach Hause genommen werden.

Jahrgangsstufe EF – EF/1

Lernaspekt I – Themen: a, b, c

In der Jahrgangsstufe EF/1 geht es vorrangig um die Aufarbeitung und Sicherung sowie die systematische Zuordnung der Lernvoraussetzungen. Die Auswahl der Unterrichtsinhalte orientiert sich an den Qualifikationen, die grundlegende Kenntnisse im Hinblick auf Bildverfahren und Techniken sowie die Fähigkeit zur sprachlichen und fachsprachlichen Verarbeitung gestalterischer Sachverhalte betreffen.

Farbe als Gestaltungsmittel
  1. Grundlagen der Farbwahrnehmung
    • Zur Physik der Farbe
    • Zur Physiologie der Farbe
    • Zur Psychologie der Farbe
  2. Ästhetische Farbenlehre
    • Die Unterscheidungsmerkmale einer Malfarbe
    • Die Farbkontraste
    • Farbmischungen (pigmentäre und optische Mischung)
  3. Funktionen der Farbe in der Malerei
    • Die Farbe,Gegenstandsbeziehung in der Malerei:
      • Farbe als Eigenwert und Farbe als Darstellungswert
      • Symbolfarbe, Lokalfarbe, Erscheinungsfarbe, Ausdrucksfarbe, absolute Farbe
      • Bezüge: Impressionismus, Expressionismus, Konkrete Malerei
  4. Analyse / Interpretationsverfahren vorrangig unter dem Aspekt Farbe

Jahrgangsstufe EF – EF/2

Lernaspekt II – Themen: a, b

Grundkonzepte bildnerischer Gestaltung
  1. Naturalismus bzw. Illusionismus als Darstellungsmodus und Kategoriensystem
  2. Realismus als Prinzip in verschiedenen Stilepochen/Werkphasen
  3. Idealismus als Konzeption
  4. Grafik
  5. Möglichkeiten und Grenzen des werkimmanenten Analyse-/Interpretationsverfahrens

Jahrgangsstufe Q1 – Q1/1

Lernaspekt III – Themen: a, b

Individuelle Gestaltung
  1. Die Künstlerpersönlichkeit
    • Der Zusammenhang von Leben und Werk
  2. Vergleichende Analyse/Interpretation motivgleicher Bilder im Hinblick auf die jeweils individuelle Ausprägung
  3. Die individuelle Auseinandersetzung mit Bildwelten aus der Sicht der Schülerinnen

Jahrgangsstufe Q1 – Q1/2

Lernaspekt IV – Themen: a, b

Architektur und Design in gesellschaftlichen Zusammenhängen
  1. Historismus und Eklektizismus
  2. Funktionalismus und Rationalismus
  3. Konstruktivismus und Dekonstruktivismus
  4. Das Bauhaus
  5. Modellbau und Architekturdarstellung

Jahrgangsstufe Q2 – 13/1 und 13/2

Die Sequenzbildung in der Jahrgangsstufe 13 ist so angelegt, dass die den Lernaspekten zugeordneten Qualifikationen zur Grundlage vertiefter Lernprozesse gemacht werden.

Lernaspekt IV, Lernaspekt II

  • Sequenz mit historischem Schwerpunkt
  • kunstgeschichtliche Phasen (vorrangig das 20. Jahrhundert) – Bilder in gesellschaftlichen Kontexten, Gestaltungskonzeptionen (Der Begriff des Gesamtkunstwerks) Interpretationskonzepte

Alle Hände voll zu tun

Bericht über eine Unterrichtsreihe im GK13/Q2 Kunst im Schuljahr 2012/13

Zu Beginn des Schuljahres 2012/13 stand für 12 Schülerinnen und Schüler des Doppeljahrgangs (13/ Q2) im Grundkurs Kunst die Auseinandersetzung mit dem Bild des Menschen in der Bildhauerei der italienischen Renaissance, insbesondere aber das Sammeln eigener Erfahrungen im Rahmen der gestaltungspraktischen Auseinandersetzung mit dem Medium Skulptur auf dem Plan.

In einer ersten im wahrsten Sinne des Wortes kleinen Übung ging es um das Skulpieren einer Standfigur aus handelsüblicher Tafelkreide, wobei es hier schwerpunktmäßig um die Beschäftigung mit den Proportionen des menschlichen Körpers ging. Vor dem Hintergrund des naturalistischen Darstellungsmodus’ als Ausdruck jener für die kulturhistorische Epoche der Renaissance charakteristische diesseits- und naturwissenschaftsorientierte Weltauffassung, galt es in der darauf folgenden Arbeit unter dem Stichwort „pars pro toto“ nach der zeichnerischen Auseinandersetzung mit einem menschlichen Körperteil ein möglichst naturgetreues plastisches Modell desselben anzufertigen.

Im Verlauf dieser Arbeit gewann die Idee Gestalt, sich der Hand des Menschen in größeren Dimensionen zu widmen; geboren war das „Hand-Projekt“. 

Die Arbeit war möglichst frei angelegt. Die Orientierung an den korrekten Proportionen – dezente Abweichungen zur Steigerung des Ausdrucks waren erlaubt und sogar erwünscht – sowie die überdimensionale Gestalt stellten die einzigen formalen Vorgaben dar, während die Arbeit mit Papiermaché über einer Armierung aus Kaninchendraht hinsichtlich der technischen Ausführung den Rahmen absteckte.

Mit Kneifzangen bewaffnet, begann man in Kleingruppen dem störrischen, auf großen Rollen zur Verfügung gestellten Draht beizukommen. Mussten zu Beginn der Arbeit noch einige Fingerkuppen das eine oder andere Pieksen ertragen, so ging die Arbeit mit der Zeit immer leichter von der Hand. Es wurde geschnitten, gebogen, einzelne Finger(glieder) wurden gefertigt, die sodann an den von anderen Gruppenmitgliedern gefertigten Handrücken montiert wurden. Während die dabei entstandenen „Nahtstellen“ mit weiteren Lagen aus Draht überbrückend verstärkt und die Konstruktion aus starkem Draht stabilisiert wurde, begann man Zeitungspapier zu reißen bzw. zu zerknüllen. Die hohle Hand musste nämlich nicht nur ausgestopft, sondern die gesamte Oberfläche mit scheinbar unzähligen Lagen aus eingekleistertem Papier überzogen werden. Am „Tag der offenen Tür“ wurde die aufwändige Arbeit in einer zusätzlichen Sitzung fortgesetzt, um sich in den kommenden Wochen dem letzten Arbeitsschritt widmen zu können.

Dieser bestand in der malerischen Gestaltung der Handoberfläche. Weist die Hand Spidermans eine der Comicvorlage entsprechende plakative Farbigkeit auf, so überzeugen die übrigen Hände durch eine sehr differenzierte Farbmodulation und eine ausgeprägte Liebe fürs Detail.

Für die Präsentation ihrer Arbeiten sollte jede Gruppe ihr Handobjekt möglichst unter Einbeziehung der schulischen Umgebung fotografisch inszenieren. Besonders beeindruckend ist in diesem Zusammenhang das Ergebnis der „Spiderman-Gruppe“. War der Comic Ideenlieferant zu Beginn des Projekts, schließt sich der Kreis insofern, als das plastische Objekt über das fotografische Medium seinen Weg wieder zurück in einen eigens entworfenen Comicstrip findet. Dieser soll in absehbarer Zeit als großformatiger Ausdruck eine Wand im Schulgebäude schmücken.

Marco Bräuer

 

 Kunst in der Oberstufe: ein Bericht von Denise Kaupat und Dominik Hindermann

Im Schulfach Kunst hat man in der Oberstufe viele Möglichkeiten seine Kreativität zu zeigen. Ein Beispiel hierfür ist unser momentanes Kursthema „ICH“, mit dem sich unser Kurs der Q1, geleitet von unserem Fachlehrer, Herrn Nadler, beschäftigt hat. Unsere Aufgabe bestand darin, zu dem Thema „ICH“ eine praktische Arbeit anzufertigen. Bei diesem Thema gab es zunächst keine Vorgaben, sodass wir unserer Kreativität freien Lauf lassen konnten. Wir konnten selbst entscheiden, wie wir unser „ICH“ darstellen wollten. Die beliebtesten Arbeitsdarstellungen waren Collagen, Porträtzeichnungen und auch abstrakte Zeichnungen. Für die Collagen haben wir unsere Fotoalben durchsucht und geeignete, auf unsere Arbeit abgestimmte Fotos, herausgesucht. Bei den Porträtzeichnungen hingegen, wurden zuerst Vorzeichnungen und Skizzen angefertigt, um spätere Problemstellen vorab zu erkennen. Es war wichtig, dass wir uns zunächst für unsere Arbeit einen bestimmten Arbeitsablauf überlegten, um das Thema „ICH“ möglichst gut in die Praxis umzusetzen. So wurden z. B. die Fotos für die Collagen passend zurechtgeschnitten und für die Porträtzeichnungen Raster angefertigt um z. B. ein Foto besser übertragen zu können. Nach einigen Stunden Bearbeitungszeit sollte die erste Arbeitsphase abgeschlossen sein. Es folgte dann eine Erweiterung vom Ursprungsthema „ICH“ zu dem Thema „ICH & ICH“. Der Schwerpunkt hierbei lag auf verschiedenen Facetten der Persönlichkeit. Auch bei dieser Themenerweiterung waren wir in unserer Arbeitsgestaltung sehr frei. Für die Kriterien der Benotung wurde uns ein Fragebogen gegeben, mit dem wir selbst überprüfen konnten, ob wir die Erwartungen erfüllt haben; insbesondere wurde hierbei auf die Verwendung von bildnerischen Mitteln und auf die Qualität der Verarbeitung geachtet. Abschließend sollte jeder Schüler zu seiner Arbeit einen Kommentar erstellen, der Auskunft über die Anfertigung der Arbeit gibt. Die vom Schüler gewünschte Aussageabsicht der Arbeit sollte hierbei auch enthalten sein. Zusammenfassend stellen wir fest, dass uns der Kunstunterricht in der Oberstufe sehr gut gefällt. Das Arbeiten miteinander ist angenehm und macht viel Spaß. Bei den gestellten Aufgaben kann man sich frei entfalten und eigene Ideen einbringen. Herr Nadler ist für uns während der gesamten Arbeitsphase ansprechbar und steht uns mit Rat und Tat zur Seite. Daher ist die Wahl des Fachs Kunst sehr empfehlenswert.

Ergebnisse unseres Kunstkurses betreffend das Thema „ICH“

Unterrichtsvorhaben im Fach KUNST