Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir: Das RSG bei Sozialgenial

sozialgenial Wortbildmarke Dortmund 2021 web
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Das Gym­na­si­um muss sich dem Vor­wurf oft genug stel­len, zu viel Theo­rie und zu wenig Pra­xis den Schü­le­rin­nen und Schü­lern ange­dei­hen zu lassen.
Unser bun­tes und viel­schich­ti­ges Pro­gramm, ange­fan­gen beim Musi­zie­ren und Zeich­nen, über krea­ti­ves Schrei­ben und Thea­ter­spie­len in den Spra­chen, wie auch das Expe­ri­men­tie­ren in den Natur­wis­sen­schaf­ten und vie­les mehr, zeigt, aus mei­ner Sicht, dass die­se Annah­me ver­al­tet ist. Unser schon so breit gefä­cher­tes Ange­bot konn­ten wir im Schul­jahr 2020/21 durch eine wei­te­re Kom­po­nen­te erwei­tern, wor­auf wir sehr stolz sind. Das Sozia­le Enga­ge­ment, wel­ches schon immer Bestand­teil unse­rer schu­li­schen Arbeit war, hat jetzt noch eine stär­ke­re Anbin­dung an den Unter­richt bekommen.

Seit die­sem Schul­jahr neh­men wir im Rah­men des Pro­jekt­kur­ses “Sozia­les Enga­ge­ment” in der Q1 an der Initia­ti­ve “Sozi­al­ge­ni­al” der Akti­ven Bür­ger­schaft und des Lan­des NRW teil. Dabei soll den Schü­lern ermög­licht wer­den, sich mit ihren Stär­ken lokal ein­zu­brin­gen und durch ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment im eig­nen Ort/Ortsteil, etwas zu bewe­gen. 25 Schü­le­rin­nen und Schü­ler fan­den die Idee so gut, dass sie sich für die­sen Kurs ange­mel­det haben und seit August tat­kräf­tig und ideen­reich dabei sind.
Auch wenn wir nur 90 Minu­ten in der Woche zur Ver­fü­gung haben und durch die Pan­de­mie in unse­rem Wir­ken häu­fig ein­ge­schränkt wur­den, kön­nen wir auf eine posi­ti­ve Bilanz im ers­ten Halb­jahr zurückblicken.
Den ers­ten Augen­merk haben wir zunächst auf die Obdach- und Woh­nungs­lo­sen­hi­fe gelegt, um den Men­schen zu hel­fen, die es in der Pan­de­mie noch schwe­rer haben. Gleich­zei­tig arbei­ten die Schü­ler in Klein­grup­pen an eige­nen Pro­jek­ten und pla­nen Aktio­nen für die jüngs­ten und die ältes­ten “Nach­barn” unse­rer Schule.

Bis­her liegt der Schwer­punkt unse­rer Arbeit auf der Samm­lung, Sich­tung, Auf­be­rei­tung und Wei­ter­lei­tung von Sach­spen­den (dar­über haben wir schon in einem frü­he­ren Arti­kel) berichtet.
Ger­ne möch­te ich die­sen Platz auch dafür nut­zen, mich bei allen zu bedan­ken, die mit­ge­hol­fen haben: den Schü­le­rin­nen und Schü­lern, den Fami­li­en, Freun­den und Nach­barn und ins­be­son­de­re bei Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen — ohne EUCH wäre das alles nicht mög­lich gewe­sen. Es sind so vie­le Spen­den zusam­men­ge­kom­men, dass es gar nicht mög­lich war, sie alle zu zäh­len (Beklei­dung, Hygie­ne­ar­ti­kel, Decken, Mat­ten, Schlaf­sä­cke, Hand­tü­cher, Lebensmittel…).
Es ist uns gelun­gen, jeden Monat eine oder auch zwei vol­le Wagen­la­dun­gen zum Gast­haus und ins­be­son­de­re zum Hygie­ne­zen­trum an der Leu­thard­stra­ße zu brin­gen, auch die Schü­le­rin­nen und Schü­ler einer Dort­mun­der Grund­schu­le konn­ten mit Spen­den bedacht werden.

Auch wenn wir durch die Schul­schlie­ßung etwas aus­ge­bremst wur­den, der Spen­den­kel­ler ist immer noch prall gefüllt und es geht sicher­lich auch so erfolg­reich wei­ter. Noch­mal ein gro­ßer Dank an alle Betei­lig­ten!!! In 2021 geht unse­re Arbeit wei­ter und wir hal­ten euch auf dem Laufenden.

Für den Pro­jekt­kurs Q1 — D. Waldeck