Stadtplanung und Handelslogistik: Erdkunde-Leistungskurse (Q2) auf Exkursion nach Duisburg

Erdkunde Exkursion 012220220117093335
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Wie ent­steht mit­ten im Duis­bur­ger Stadt­ge­biet ein Neu­bau­ge­län­de für etwa 10.000 Men­schen? Wel­che Rol­le spielt der Duis­bur­ger Hafen für die Ver­sor­gung des Ruhr­ge­biets mit Gütern aller Art? Die­sen und vie­len wei­te­ren Fra­gen gin­gen die bei­den Q2-Erd­kun­de-Leis­tungs­kur­se von Frau Rych­ter und Herrn Michels am Mon­tag, 17.01.2022 auf einer Exkur­si­on nach Duis­burg nach. 

Lang war der Schul­tag, aber nach allen Ent­behr­lich­kei­ten, die die Pan­de­mie in den letz­ten zwei Jah­ren ver­ur­sach­te, nah­men das die knapp 30 Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Kur­se ger­ne in Kauf. End­lich mal wie­der außer­un­ter­richt­li­che Lern­or­te auf­su­chen, end­lich mal wie­der als Kurs­ge­mein­schaft etwas (Lehr­rei­ches) unter­neh­men!
Nach der direk­ten Erfah­rung einer all­täg­li­chen Sehens­wür­dig­keit des Ruhr­ge­biets (Stau!) nah­men gegen halb 10 an der Schau­ins­land-Rei­sen-Are­na in Duis­burg-Neu­dorf fünf Ver­ant­wort­li­che der GEBAG (Duis­bur­ger Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft) die bei­den Kur­se in Emp­fang und weih­ten sie in die gegen­wär­tig lau­fen­den Stadt­ent­wick­lungs­pro­jek­te Duis­burgs ein. Drei davon wur­den dann genau­er unter die Lupe genom­men:
Zunächst führ­te der Weg zum „6‑Seen Wedau – Woh­nen am Was­ser“. Dabei han­delt es sich der­zeit noch um eine Bau­stel­le gigan­ti­schen Aus­ma­ßes (mit etwa 60 Hekt­ar ist dies eines der größ­ten gegen­wär­ti­gen Raum­ent­wick­lungs­pro­jek­te Deutsch­lands). Wäh­rend wir hier noch tief im Matsch stan­den, wer­den dort in eini­gen Jah­ren etwa 10.000 Men­schen ein neu­es zu Hau­se – meist im höher­prei­si­gen Seg­ment – fin­den. Hier instru­ier­te Dipl.-Geograph Jens Sper­ke von der GEBAG uns über den Bebau­ungs­plan, zudem hat­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Gele­gen­heit, eini­ge der (in der Tat nicht weni­ger als) etwa 150 (!) Fra­gen zu stel­len, die sie zuvor im Unter­richt erar­bei­tet hat­ten.
Gut ange­fro­ren ging es dann eini­ge hun­dert Meter wei­ter zum nächs­ten Ent­wick­lungs­pro­jekt. In einer ehe­ma­li­gen Eisen­bahn­auf­bes­se­rungs­hal­le samt umlie­gen­dem Gelän­de ent­steht bald das Tech­no­lo­gie­quar­tier Wedau-Nord. 
Schließ­lich ende­te der ers­te Teil der Exkur­si­on dann an einem Moder­ni­sie­rungs­pro­jekt; in der Stra­ße „Am Bahn­damm“ saniert die GEBAG der­zeit zwei acht­ge­schos­si­ge Wohn­häu­ser und wer­tet sie ener­ge­tisch auf. 
Für die Mit­tags­pau­se öff­ne­te für uns extra die MSV-Are­na; an einer der vie­len „Würst­chen­bu­den“ im Sta­di­on wur­den wir mit Cur­ry­wurst und Kar­tof­felecken ver­sorgt. War­mer Punsch dien­te eben­falls dazu, uns die Käl­te aus den Kno­chen zu trei­ben.
Anschlie­ßend stand bezüg­lich des The­men­schwer­punkts „Logis­tik und Waren­han­del“ der Duis­bur­ger Hafen auf dem Pro­gramm. Hier­für stieg Prof. Dipl.-Ing. Tho­mas Schlip­kö­ther, Mit­glied des Vor­stand der Duis­bur­ger Hafen AG (dui­s­port) in den Bus und beglei­te­te uns zwei Stun­den lang refe­rie­rend durch ver­schie­de­ne Ter­mi­nals, Lager­be­rei­che und Umschlag­plät­ze des rie­si­gen, auf vie­le Stand­or­te auf­ge­teil­ten Hafen­ge­län­des. Mit einer sehr unter­halt­sa­men und stets augen­zwin­kern­den Art sorg­te er für gute Unter­hal­tung und eine sehr leben­di­ge und lehr­rei­che Ver­mitt­lung die­ses zuge­ge­be­ner­ma­ßen etwas theo­re­ti­schen The­mas. 
Ein abschlie­ßen­der Dank geht unbe­dingt raus an unse­ren groß­ar­ti­gen Bus­fah­rer – es ist nicht selbst­ver­ständ­lich, eine Hor­de ange­hen­der Abitu­ri­en­tin­nen und Abitu­ri­en­ten bei Nie­sel­re­gen durch Bau­stel­len­schlamm zu fah­ren, sie dort aus­stei­gen zu las­sen und anschlie­ßend freu­de­strah­lend wie­der im Bus will­kom­men zu heißen!