
Am bundesweiten Vorlesetag bekam die Klasse 6d im Rahmen des Deutschunterrichts die besondere Gelegenheit, an einer Autorenlesung im wunderschönen historischen Haus Schulte-Witten in Dorstfeld teilzunehmen. Da der Veranstaltungsort nur wenige Gehminuten von der Schule entfernt liegt, machte sich die Klasse zu Fuß auf den Weg. Der kurze Unterrichtsgang sorgte bereits auf dem Hinweg für viel Vorfreude. Schon beim Betreten des alten Gebäudes wurden wir freundlich von der Autorin Inés María Jiménez begrüßt und durften in der stimmungsvollen Atmosphäre Platz nehmen.

Bevor die eigentliche Lesung begann, erzählte die Autorin etwas über den Entstehungsprozess ihres Jugendromans Ein bisschen Konfetti macht noch keine Freundin. Besonders spannend war, dass sie offen erklärte, dass Autorinnen und Autoren manchmal Kompromisse eingehen müssen. Ursprünglich war für den Roman ein ganz anderer Titel vorgesehen, doch der Verlag entschied sich für eine Variante, die aus seiner Sicht besser vermarktbar war. Auch die auffällig pinke Gestaltung des Covers war ursprünglich nicht so geplant, denn der Roman richtet sich an Jungen und Mädchen gleichermaßen, wie die Klasse erfuhr.

Nach der Begrüßung und der kurzen Einleitung begann die Lesung. Die Autorin wählte verschiedene Textstellen aus und unterstützte diese mit Bildern in einer Präsentation. So konnten die Schülerinnen und Schüler besonders gut in die Geschichte eintauchen. Der Roman beschäftigt sich mit schwierigen Themen wie toxischen Freundschaften und Mobbingerfahrungen. Daher war es sehr hilfreich, dass die Autorin die Lesung immer wieder für kurze Gespräche unterbrach, in denen sie der Klasse Hintergrundwissen zu diesen Themen vermittelte.
Besonders lebendig wurde die Veranstaltung in der abschließenden Fragerunde. Die Kinder stellten zahlreiche Fragen und interessierten sich dabei längst nicht mehr nur für das Buch. Sie wollten wissen, wie man Autorin wird, mit welchem Buch Ines Maria Jimenez bekannt geworden ist, ob man vom Schreiben leben kann und warum sie besonders gern für junge Leserinnen und Leser schreibt. Die Autorin beantwortete jede Frage geduldig und offen. Dadurch entstand ein persönlicher Kontakt, den man im Unterricht nur selten erleben kann.
Insgesamt war es ein Vorlesetag, der der Klasse 6d nicht nur eine spannende Geschichte näherbrachte, sondern auch einen Einblick in die Welt des Schreibens vermittelte.

