Reinoldus- und Schiller-Gymnasium

Besuch der Stadttaubenhilfe Dortmund/Lünen e.V. im Philosophiekurs der Klasse 5

tauben 2025 2
tauben 2025 2

Ein besonderer Einblick in die Tierethik am Reinoldus- und Schiller-Gymnasium

Im Rah­men der Unter­richts­rei­he Tier­ethik beschäf­tig­te sich der Phi­lo­so­phie­kurs der Klas­se 5 mit der Fra­ge, war­um wir uns für die Rech­te von Tie­ren stark machen soll­ten. Aus­ge­hend von David Humes Mit­leids­ethik frag­ten sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler: War­um haben wir eigent­lich so wenig Mit­leid mit Stadttauben?

Um die­ser Fra­ge auf den Grund zu gehen, erhielt der Kurs ganz beson­de­ren Besuch: Lelai­na Otto von der Stadt­tau­ben­hil­fe Dortmund/Lünen e.V. kam in den Unter­richt und erzähl­te ein­drucks­voll von der oft über­se­he­nen, schwie­ri­gen Situa­ti­on der Stadt­tau­ben in Dortmund.

Auf­räu­men mit Vorurteilen

Vie­le Men­schen bezeich­nen Tau­ben als „Rat­ten der Lüf­te“ – ein Vor­ur­teil, das sich hart­nä­ckig hält. Lelai­na Otto mach­te jedoch deut­lich, dass die­se Bezeich­nung nicht nur unfair, son­dern auch sach­lich falsch ist. Die ver­brei­te­te Annah­me, Tau­ben sei­en gefähr­li­che Krank­heits­über­trä­ger, stim­me nicht: Krank­hei­ten von Tau­ben über­tra­gen sich nicht auf den Men­schen. Die Kin­der erfuh­ren, dass Stadt­tau­ben Nach­fah­ren von einst domes­ti­zier­ten Haus­tie­ren sind – und damit Tie­re, für deren Situa­ti­on der Mensch Ver­ant­wor­tung trägt.

Tier­schutz zum Anfassen

Ein beson­de­res High­light waren die bei­den Tau­ben, die Frau Otto mit­ge­bracht hat­te. Die Tie­re, die durch Unfäl­le flug­un­fä­hig gewor­den sind, leben der­zeit in ihrer Obhut. Für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler war dies ein berüh­ren­der Moment: Tier­schutz zum Anfas­sen, der die Inhal­te des Ethik­un­ter­richts auf ein­drucks­vol­le Wei­se leben­dig wer­den ließ. Vie­le Kin­der staun­ten über die Sanft­heit und Ruhe der Tie­re und waren sicht­lich bewegt von deren Schicksal.

Ein Brief an den neu­en Oberbürgermeister

Der Besuch hat im Kurs viel Nach­den­ken aus­ge­löst. Gemein­sam kamen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu dem Schluss, dass Tau­ben mehr Schutz und siche­re Lebens­räu­me benö­ti­gen. Des­halb ver­fas­sen sie nun einen Brief an den neu­en Ober­bür­ger­meis­ter Alex­an­der Kalou­ti. Dar­in bit­ten sie um die Ein­rich­tung eines Tau­ben­hau­ses, das gleich meh­re­re Vor­tei­le hätte:

  • Es bie­tet den Tau­ben eine siche­re Zuflucht.
  • Es ermög­licht, Eier durch Gipsei­er zu erset­zen und so die Popu­la­ti­on tier­freund­lich zu regulieren.
  • Es sorgt dafür, dass die Stadt sau­be­rer bleibt – denn Tau­ben erle­di­gen ihr „Geschäft“ bevor­zugt dort, wo sie zuhau­se sind.

Fazit

Der Besuch der Stadt­tau­ben­hil­fe war ein nach­hal­ti­ges Erleb­nis für die Klas­se 5. Die Kin­der lern­ten nicht nur viel über Tier­ethik, Ver­ant­wor­tung und Mit­ge­fühl, son­dern sahen auch aus nächs­ter Nähe, wie wich­tig enga­gier­ter Tier­schutz ist. Viel­leicht trägt ihr Brief bald dazu bei, dass Dort­mund ein Tau­ben­haus bekommt – und damit ein Stück gerech­ter für Tie­re wird, die ohne Schuld ver­folgt werden.

Wer die Stadt­tau­ben­hil­fe Dortmund/ Lünen e.V. unter­stüt­zen möch­te, kann dies durch Sach­spen­den tun. Benö­tigt werden: 

  • Wickel­un­ter­la­gen (60x60cm und 60x90cm)
  • Desinfektionstücher/ Feucht­tü­cher
  • Küchen­rol­len
  • Klei­ne Näpfe
  • Bepan­then Augen- und Nasensalbe
  • Tages­zei­tun­gen
  • Ein­mal­sprit­zen in ver­schie­de­nen Größen
  • Taubenfutter/ Körner/ Saa­ten ungesalzen
  • Nut­ri­Bird A19/21
  • Injek­ti­ons­na­deln
  • Mikro­skop Objekt­trä­ger und Deckgläser

Abge­ge­ben wer­den kön­nen die Spen­den bei Frau Born, die die­se dann kurz vor den Weih­nachts­fe­ri­en der Tau­ben­hil­fe bringt. 

Wer sich ehren­amt­lich bei der Stadt­tau­ben­hil­fe Dortmund/ Lünen e.V. enga­gie­ren möch­te, mel­det sich bit­te direkt via Face­book oder Insta­gram beim Verein.