Reinoldus- und Schiller-Gymnasium

Mittendrin statt nur dabei!

auffuehrung
auffuehrung

Ganz unter die­sem Mot­to erleb­ten zwei Jahr­gangs­stu­fen des RSG, die EF und die Q1, am 22.01.26 eine Thea­ter­auf­füh­rung der ande­ren Art und die­se hin­ter­ließ einen nach­hal­ti­gen Eindruck.

„Der zer­broch­ne Krug“ Kleists — The­ma im Abitur 2027 – dar­ge­bo­ten durch das „Über­all­thea­ter“.

Es ist kurz vor 8 Uhr, die Aula unse­rer Schu­le füllt sich zuneh­mend, die Schü­ler­schaft, noch etwas müde und abge­hetzt, drängt in die ers­ten Rei­hen. Vor­ne auf der Büh­ne fin­den noch letz­te Vor­be­rei­tun­gen statt. Valen­tin Hai­den, der Regis­seur und der Dar­stel­ler der Haupt­rol­le, ist gleich­zei­tig auch Requi­si­teur, Büh­nen­bild­ner und Büh­nen­tech­ni­ker in einer Per­son — eine One Man Show qua­si, wenn auch noch zwei star­ke Frau­en das Ensem­ble vervollständigen.

Unver­mit­telt geht das Licht aus und die Auf­füh­rung beginnt, nicht auf der Büh­ne, son­dern mit­ten im Publi­kum. Eine Reak­ti­on ist hier mehr als gewollt, Berüh­rungs­ängs­te scheint es nicht zu geben, auch wenn die Akteu­re qua­si auf dem Schoß, in den Armen oder auch unter dem Stuhl von manch einem Besu­cher des Stü­ckes landen.

Die jun­gen Leu­te wer­den — zum Teil vor­her abge­spro­chen — zum inter­ak­ti­ven Teil der Auf­füh­rung und bekom­men unver­mit­telt auch wich­ti­ge Rol­len im Stück, wobei sie auch ganz sie selbst blei­ben dür­fen, eini­ge wer­den sogar Teil der Requisite. 

Es wird zwi­schen­durch kom­men­tiert, mit­ge­fie­bert, gelacht und auch (an den rich­ti­gen Stel­len) geklatscht. 

Kurz vor dem Ende des Stü­ckes dür­fen die Zuschauer*innen „abstim­men“ und somit beein­flus­sen, wie wei­ter­ge­spielt wird (eini­ge dürf­ten sich an Schi­rach erin­nert haben).

Nach tosen­dem Applaus ste­hen die Schauspieler*innen auch noch nach der Auf­füh­rung Rede und Ant­wort und im Deutsch­kurs kom­men noch sehr dif­fe­ren­zier­te und fun­dier­te Rück­mel­dun­gen zur Veranstaltung.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler loben die Idee und die inter­ak­ti­ve Art des Stü­ckes: „Es ist beein­dru­ckend, was die­se klei­ne Trup­pe auf die Bei­ne stel­len konnte!“

„Wit­zig und unter­halt­sam und tat­säch­lich in der Art und Wei­se ein­zig­ar­tig“, so der Kom­men­tar eines ande­ren Schü­lers der Q1.

„Ein­zig die Schuld Adams hät­te bes­ser dar­ge­stellt wer­den kön­nen, das kam irgend­wie nicht so wirk­lich her­aus“, die­ser O‑Ton ist so oder ähn­lich in allen Kur­sen for­mu­liert worden.

Unser Dank gilt der Kol­le­gin, die sich um die Orga geküm­mert hat, dem Ensem­ble für die schö­ne Vor­stel­lung und ins­be­son­de­re dem För­der­ver­ein des RSG, der uns die­sen schö­nen Vor­mit­tag ermög­licht hat.

Am Ende sind sich alle einig: „Das könn­ten wir ruhig öfter machen!“

D. Wal­deck