Auf der Suche nach den Sternen an der Sternwarte im Westfalenpark

 

 

Am 30.10.20 besuch­te der Pro­jekt­kurs die Ster­nen­war­te im West­fa­len­park. Die Wol­ken­de­cke war lei­der so dicht, dass man noch nicht ein­mal den fast vol­len Mond aus­ma­chen konn­te. Trotz­dem war es für die Schüler*innen aus der Ober­stu­fe (Q1) ein inter­es­san­ter Abend, der das Ver­lan­gen um das Wis­sen der Ster­ne und dem Uni­ver­sum nur noch vergrößerte.

Am Frei­tag­nach­mit­tag nach dem Schul­un­ter­richt tra­fen sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie ihre Leh­re­rin Bet­ti­na Ham­pel am Ein­gang Flo­ri­an­stra­ße mit Tho­mas Was­s­muth, dem Lei­ter der Stern­war­te. Nach einem kur­zen Spa­zier­gang durch den West­fa­len­park zeig­te Herr Was­s­muth die klei­ne Ster­nen­war­te mit einer Biblio­thek und einer Samm­lung an klei­nen und gro­ßen Teleskopen.

Nach einer theo­re­ti­schen Ein­füh­rung in die Tech­nik der Tele­sko­pe bau­te der Kurs unter Anlei­tung von Herrn Was­s­muth ein Spie­gel­te­le­skop auf. Auf­grund des bewölk­ten Him­mels konn­te man kei­ne Ster­ne beob­ach­ten. Aber der Blick auf einen Vogel, der auf dem Flo­ri­an­turm saß, hat für’s ers­te auch für Begeis­te­rung gesorgt.

Ein Vor­trag über das Welt­all ging schnell in eine phi­lo­so­phi­sche Dis­kus­si­on über: Ein Bild zeig­te unser Son­nen­sys­tem, das nächs­te unse­re Gala­xie. Es wur­de immer wei­ter her­aus­ge­zoomt, bis irgend­wann meh­re­re Gala­xien neben­ein­an­der waren und man nur noch ganz vie­le Ster­ne auf meh­re­ren Hau­fen erken­ne konn­te. „Das Uni­ver­sum ist kon­stant. Kennt man einen Teil, weiß man auch wie der Rest aus­sieht“, erklär­te Herr Was­s­muth auf die Fra­ge, woher man wis­se, wie das Uni­ver­sum ganz weit weg von unse­rem Son­nen­sys­tem aussehe.

Herrn Was­s­muths Aus­füh­run­gen zu den astro­lo­gi­schen Stern­zei­chen im Ver­gleich zu den astro­no­mi­schen Stern­bil­dern lös­te eine belus­ti­gen­de Auf­ru­he im Kurs aus. Die Son­ne durch­quert statt zwölf näm­lich 13 Stern­bil­der und laut der Astro­no­mie lie­gen die Zeit­räu­me für die Stern­bil­der um eini­ge Tage anders als die Astro­lo­gen sie für die Stern­zei­chen fest­ge­legt haben. Die Schü­le­rin Jey­an stell­te erschüt­tert fest, dass sie vom Stern­zei­chen her Schlan­gen­trä­ger anstatt Schüt­ze sei. „Tun wir ein­fach so, als hät­ten wir das nicht gese­hen“, sag­te eine Mit­schü­le­rin, nach­dem sie sah, dass sie — statt Wid­der — laut Astro­no­mie Stier wäre. Nach­dem noch wei­ter über die Wei­ten des Uni­ver­sums phi­lo­so­phiert wur­de, fass­te eine Schü­le­rin den Abend so zusam­men: „Auch wenn wir den Ster­nen­him­mel nicht gese­hen haben, konn­ten wir ihn trotz­dem spüren.“

von Lara (Q1)